07. Oktober 2026
Published: 7 Okt., 2026 | Lesezeit ca:4 min.
Der Urlaub naht.
In einer Woche geht es für drei Wochen in die alte Heimat. Und ich glaube, wir brauchen wirklich ein wenig Erholung.
Auch wenn ich das Wort Stress eigentlich nicht besonders mag – diesmal trifft es wohl doch ganz gut. :-)
2026 war bisher ziemlich ereignisreich. Viele Projekte, viele Ideen, viele Stunden vor dem Bildschirm und natürlich immer wieder Dinge, die ganz anders liefen als geplant.
Aber jetzt ist erst einmal Schluss damit.
Zumindest theoretisch.
Auf nach München
Los geht es mit Qatar Airways und einem Stopover in Doha.
Ein bisschen mulmig ist mir dabei schon, wenn ich daran denke, was Mister Orange Man in dieser Region angerichtet hat. Aber ich will weder jammern noch hier in die große Weltpolitik abschweifen.
Also weiter.
In München wartet hoffentlich der goldene Oktober auf uns – und gleich der erste Geburtstag.
Und wir freuen uns auf Dinge, die für andere vielleicht ziemlich banal klingen:
-
weniger Hitze
-
weniger Haze
-
gutes Brot
-
richtig gutes Gebäck
Nach vielen Jahren in Malaysia weiß man plötzlich sehr genau, was man an einer guten deutschen Bäckerei hat.
Berlin – und vielleicht ein bisschen Arbeit
Von München geht es weiter nach Berlin. Eine sehr gute Freundin besuchen, die Stadt genießen und vermutlich auch ein kleines bisschen arbeiten.
Aber wirklich nur ein bisschen.
Versprochen.
Na ja.
Mal sehen.
Endlich Franken!
Danach geht es zurück in die eigentliche alte Heimat: Franken.
Und natürlich in die schönste Stadt Deutschlands: Nürnberg.
Dort wartet schon der nächste Geburtstag – und selbstverständlich auch einiges, was ich kulinarisch vermisst habe.
Drei im Weckla.
Frankenwein.
Fränkisches Bier.
Man muss schließlich Prioritäten setzen.
Dann geht es raus aufs Land. Dort treffe ich einen alten Kumpel wieder, den ich zuletzt vor ungefähr 50 Jahrengesehen habe.
Allein dieser Gedanke ist irgendwie verrückt.
50 Jahre.
Ich bin wirklich gespannt, ob wir uns anschauen und sofort wieder wissen, wer der andere ist – oder erst einmal vorsichtig nach dem Namen fragen müssen. :-)
Und dann ganz nach Norden
Von dort geht es mit der Deutschen Bahn hoch in den Norden.
Ja, Deutsche Bahn.
Das allein könnte möglicherweise Stoff für einen eigenen Blogbeitrag liefern.
Unser Ziel: die kleinste Stadt Deutschlands.
Darauf freue ich mich besonders. Raus aus dem Alltag, weit nach Norden und einfach einmal etwas völlig anderes sehen.
Danach wieder zurück nach Nürnberg.
Dort warten Tochter und Enkel auf uns.
Und – natürlich – noch ein Geburtstag.
Drei Wochen Erholung. Angeblich.
München.
Berlin.
Nürnberg.
Land.
Norddeutschland.
Nürnberg.
München.
Freunde treffen. Familie sehen. Geburtstage feiern. Bahn fahren. Essen. Trinken. Ein kleines bisschen arbeiten.
Und dann wieder mit Qatar Airways zurück nach Malaysia.
Ist schon stressig, so ein Erholungsurlaub, oder?
Aber ich freue mich riesig darauf.
Auf Familie und Freunde. Auf alte Bekannte und neue Geschichten. Auf Franken, Berlin und den hohen Norden. Auf gutes Brot, Drei im Weckla und vielleicht auch auf ein oder zwei Gläser Frankenwein.
Und danach freue ich mich wahrscheinlich sogar wieder auf Malaysia.
Nur eine kleine Bitte hätte ich:
Lieber Haze – wenn wir zurückkommen, darfst Du gerne weg sein.
30. September 2026
Published: 30 Sep., 2026 | Lesezeit ca:4 min.
Eigentlich eine berechtigte Frage. Schließlich gibt es LinkedIn, Instagram und diverse andere Plattformen, auf denen man zeigen kann, was man macht.
Und trotzdem sitze ich gerade an der dritten – oder ist es schon die vierte? – Neuauflage meiner eigenen Website.
Schon wieder ein Relaunch?
Warum eigentlich?
Zum einen gibt es neue Designtrends, die mich inspirieren und die ich natürlich ausprobieren möchte. Zum anderen haben sich meine Arbeit und damit auch die Inhalte meiner Website deutlich weiterentwickelt.
Aus dem ursprünglichen Portfolio ist inzwischen mehr geworden. Neben klassischen Webprojekten zeige ich heute auch eigene Entwicklungen und Tools, die im Laufe meiner täglichen Arbeit entstanden sind.
Werkzeuge, die den Betrieb einer Website einfacher machen, mit denen Inhalte schneller und sicherer veröffentlicht werden können und die gleichzeitig im Hintergrund für mehr Qualität sorgen.
Man könnte sagen: Meine Website zeigt heute nicht mehr nur, was ich gemacht habe, sondern zunehmend auch, wie ich arbeite.
Und genau das ist für mich ein guter Grund für einen Relaunch.
Websites müssen Geschichten erzählen
Also setze ich mich tatsächlich mit ziemlich großer Freude an den x-ten Relaunch.
Dabei stelle ich fest, dass sich mein eigener Blick auf Websites verändert hat.
Eine gute Website ist für mich längst keine digitale Firmenbroschüre mehr. Natürlich müssen Leistungen, Referenzen und Kontaktmöglichkeiten zu finden sein. Aber das allein reicht nicht.
Eine Website sollte erzählen, wer hinter der Arbeit steckt. Wie Projekte entstehen. Welche Ideen funktionieren – und vielleicht auch einmal, welche nicht. Was einen beschäftigt, worüber man nachdenkt und warum man bestimmte Dinge so macht, wie man sie macht.
Storytelling ist für mich deshalb ein wesentlicher Bestandteil einer lebendigen Website geworden.
Und genau an diesem Punkt kommt auch mein Blog ins Spiel.
Erfolgsgeschichte! 300 Prozent mehr Zugriffe!
Meine jüngst gestartete Blogaktivität hat tatsächlich dazu geführt, dass die Zugriffe auf meine Website um fast 300 Prozent gestiegen sind.
Wow!
Das klingt jetzt schon ein wenig nach Donald-Trump-Speech:
300 Prozent! Unglaublich! Noch nie dagewesen! Wahrscheinlich der erfolgreichste Blog aller Zeiten!
Nun ja.
Wenn vorher nur wenige Menschen vorbeigeschaut haben, sind 300 Prozent mehr natürlich schnell erreicht. 😄
Trotzdem ist die Entwicklung interessant.
Denn offensichtlich passiert etwas, wenn auf einer Website regelmäßig neue, persönliche Inhalte erscheinen. Menschen kommen nicht nur über eine Leistungsbeschreibung oder eine Referenz. Sie kommen wegen eines Themas, eines Gedankens oder einer Meinung – und schauen sich anschließend vielleicht noch ein wenig um.
Genau das macht eine Website lebendig.
Warum die eigene Website wichtig bleibt
Je länger ich darüber nachdenke, desto eindeutiger wird meine Antwort auf die Frage vom Anfang:
Ja, ich brauche meine eigene Website. Vielleicht heute sogar mehr als früher.
Denn hier habe ich die volle Kontrolle. Ich entscheide über Design, Struktur und Inhalte. Kein Algorithmus bestimmt, wer meinen Beitrag sieht oder ob er morgen praktisch verschwunden ist.
Eine eigene Domain und ein gepflegter Webauftritt schaffen außerdem etwas, das gerade für Freelancer wichtig ist: Seriosität und Vertrauen.
Und schließlich ist meine Website mein zentrales Portfolio. Projekte, Referenzen, eigene Entwicklungen, Blogbeiträge und Kontaktmöglichkeiten befinden sich an einem Ort.
Aber vielleicht ist „Portfolio“ inzwischen sogar das falsche Wort.
Meine Website ist eher ein digitales, lebendiges Arbeitstagebuch.
Sie zeigt nicht nur fertige Projekte, sondern auch Ideen, Entwicklungen und Gedanken rund um meine Arbeit.
Und wenn sich diese Arbeit verändert, darf sich eben auch die Website verändern.
Also gut.
Relaunch Nummer drei. Oder vier. Oder fünf.
Wer zählt schon mit?
26. September 2026
Published: 26 Sep., 2026 | Lesezeit ca:2 min.
Damit das möglichst einfach geht, richte ich Benutzerzugänge ein, baue komfortable Eingabemasken und versuche, die Hürde so niedrig wie möglich zu halten.
Irgendwann bin ich mit meinem Teil fertig.
Dann kommt der Anruf:
„Hey, klasse geworden! Können wir nächste Woche online gehen?“
Ähm.
Wo sind die Inhalte?
Kurze Stille.
„Ach ja, stimmt. Die fehlen noch.“ Und dann kommt eine E-Mail. Im Anhang ein bisschen Text, ein paar Bilder, hier noch eine Information, dort fehlt etwas.
„Du machst das schon irgendwie passend.“
Nein.
Manchmal muss ich dieses Wort tatsächlich benutzen:
NEIN.
Ich kann eine Website konzipieren. Ich kann sie gestalten und programmieren. Ich kann dafür sorgen, dass Inhalte möglichst einfach eingepflegt werden können.
Aber ich kann nicht wissen, was jemand sagen möchte, wenn er sich selbst darüber noch keine Gedanken gemacht hat.
Und ich kann aus „irgendwas an Inhalt“ nicht automatisch eine durchdachte Website machen.
Eine Website besteht eben nicht nur aus Design und Technik.
Der Inhalt ist die Website.
Und manchmal erschöpft es mich ein wenig, wenn ausgerechnet der erst auffällt, wenn eigentlich schon alles fertig sein soll.
25. September 2026
Published: | Lesezeit ca:3 min.
Reduce to the max
Eigentlich brauche ich nur wenige Funktionen für einen simplen Kalender.
Titel, Datum, Uhrzeit von–bis, vielleicht noch den Ort der Veranstaltung. Ein Bild wäre schön, ein kurzer Teaser und natürlich etwas Text zur Veranstaltung.
Das war’s eigentlich schon.
Okay, fast.
Natürlich möchte ich eine vernünftige Kalenderansicht haben. Die Veranstaltungen sollen zusätzlich auf unterschiedlichen Seiten meiner Website angezeigt werden können. Mal die nächsten drei Termine, mal alle Veranstaltungen als Grid und mal eben als richtiger Monatskalender.
Und wenn ich auf eine Veranstaltung klicke, möchte ich eine hübsche Detailseite sehen.
Klingt überschaubar, oder?
Wenn „kann alles“ zum Problem wird
Also installiert man eine professionelle Kalendererweiterung.
Und plötzlich verwaltet man nicht mehr einfach einen Termin.
Man beschäftigt sich mit Kategorien, Locations, Veranstaltern, Buchungssystemen, Tickets, wiederkehrenden Terminen, Zugriffsrechten, Benachrichtigungen, Integrationen und unzähligen Einstellungen.
Alles Funktionen, die sicherlich ihre Berechtigung haben.
Nur: Ich brauche sie nicht.
Und genau da beginnt für mich inzwischen das Problem mit vielen Erweiterungen. Sie sind nicht schlecht. Ganz im Gegenteil. Sie sind hervorragend programmiert und können unglaublich viel.
Aber muss Software immer alles können?
Ich möchte nicht weniger Möglichkeiten – ich möchte weniger Ballast
Je länger ich Websites baue, desto wichtiger wird für mich eine andere Frage:
Was brauche ich tatsächlich?
Nicht: Was könnte ich irgendwann vielleicht einmal gebrauchen?
Ein Kunde, der einen Schultermin einträgt, sollte nicht erst verstehen müssen, wie eine professionelle Eventmanagement-Software funktioniert.
Er möchte „Elternsprechabend“ eintragen, Datum und Uhrzeit auswählen, einen kurzen Text dazu schreiben, speichern – fertig.
Genau so stelle ich mir gute Redaktionsarbeit vor.
Also wieder selber bauen?
Und da sitze ich nun.
Vor mir eine mächtige Kalendererweiterung, die wahrscheinlich zehnmal mehr kann, als ich jemals benötigen werde.
Und daneben meine kleine Liste:
Titel.
Bild.
Teaser.
Datum.
Uhrzeit.
Ganztägig.
Ort.
Text.
Tags.
Mehr brauche ich zunächst nicht.
Und während ich diese Liste anschaue, kommt natürlich wieder dieser gefährliche Gedanke:
Warum baue ich mir nicht einfach selbst eine kleine Kalenderkomponente?
Schlank. Übersichtlich. Genau auf meine Anforderungen zugeschnitten. Und natürlich so, dass sie sich mit meinem Editorial Toolkit bearbeiten lässt.
Ich fürchte, ich weiß schon, wie das endet.
Meine beiden Freundinnen ChatGPT und Codex werden wohl wieder Überstunden machen müssen.
19. September 2026
Published: 19 Sep., 2026 | Lesezeit ca:5 min.
Ich bin kein Programmierer im klassischen Sinne. Ich komme aus der Webentwicklung, kenne meine Systeme, weiß ziemlich genau, was ich haben möchte und kann auch beurteilen, ob etwas funktioniert oder nicht.
Aber inzwischen entstehen mit Hilfe von Codex kleine Tools, Erweiterungen und teilweise ziemlich komplexe Anwendungen.
Und das läuft manchmal verblüffend einfach ab.
Ich beschreibe, was ich gerne hätte. Möglichst genau natürlich. Was soll passieren? Was soll der Benutzer sehen? Was darf er machen? Was soll passieren, wenn er auf diesen oder jenen Knopf drückt?
Und Codex fängt an zu arbeiten.
Es schaut sich vorhandene Dateien an, verändert etwas, legt neue Dateien an, probiert Dinge aus und meldet irgendwann sinngemäß:
Fertig.
Und erstaunlich oft funktioniert es tatsächlich.
Genau da beginnt meine Neugier.
Woher weiß das Ding das alles?
Meine erste Vorstellung von künstlicher Intelligenz war wahrscheinlich ähnlich wie die vieler Menschen: Irgendwo steckt eine gigantische Datenbank mit unglaublich viel Wissen drin und die KI sucht darin die passende Antwort.
Aber so einfach ist es offenbar nicht.
Codex hat nicht irgendwo ein fertiges Programm liegen, das zufällig genau das macht, was ich gerade beschrieben habe.
Sehr vereinfacht gesagt hat die KI während ihres Trainings unvorstellbar viele Zusammenhänge kennengelernt. Texte, Programmcode, Dokumentationen, Beispiele, Probleme und Lösungen.
Dabei hat sie Muster gelernt.
Wenn jemand dieses Problem beschreibt, welche Schritte könnten zu einer Lösung führen? Wenn eine Software so aufgebaut ist, wo könnte eine bestimmte Funktion hingehören? Wenn an einer Stelle etwas verändert wird, was muss möglicherweise an einer anderen Stelle ebenfalls angepasst werden?
Das Faszinierende daran:
Die KI sucht nicht einfach meine fertige Lösung. Sie setzt sie aus ihrem gelernten Wissen und meiner konkreten Aufgabe neu zusammen.
Zumindest ist das meine vereinfachte Erklärung.
Und dann schaut sie sich auch noch um
Noch erstaunlicher finde ich, dass Codex nicht nur meine Beschreibung bekommt.
Es kann sich ein bestehendes Projekt ansehen.
Dann stellt es gewissermaßen fest:
Aha, so ist das hier aufgebaut. Diese Funktion gibt es bereits. Dort werden Daten gespeichert. An dieser Stelle wird etwas angezeigt. Und offenbar arbeitet derjenige, der das gebaut hat, nach diesem oder jenem Prinzip.
Natürlich denkt Codex vermutlich nicht „Aha!“ wie ich beim Blick in einen fremden Werkzeugkasten.
Aber für mich als Nicht-KI-Forscher ist das ein ganz brauchbares Bild.
Es schaut sich an, was vorhanden ist, verbindet das mit meiner Beschreibung und seinem gelernten Wissen und versucht daraus eine Lösung zu bauen.
Vielleicht verändert sich gerade einfach unsere Rolle
Und das ist der Punkt, den ich besonders spannend finde.
Bisher musste man einer Maschine ziemlich genau sagen, wie sie etwas tun soll.
Jetzt kann ich zunehmend beschreiben, was ich erreichen möchte.
Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Meine Aufgabe besteht dadurch immer weniger darin, jeden einzelnen technischen Schritt selbst auszuführen. Dafür wird etwas anderes wichtiger:
Ich muss wissen, was ich will.
Ich muss Abläufe verstehen. Ich muss Probleme erkennen. Ich muss erklären können, wie eine Lösung aussehen soll. Und am Ende muss ich beurteilen können, ob das Ergebnis wirklich sinnvoll ist.
Vielleicht wird genau das künftig eine der wichtigsten Fähigkeiten im Umgang mit KI sein.
Nicht unbedingt jede Antwort selbst zu kennen.
Sondern die richtigen Fragen stellen zu können.
Und genau deshalb frage ich: Wie geht das?
Je mehr ich mit KI arbeite, desto weniger möchte ich sie einfach nur benutzen.
Ich möchte zumindest ansatzweise verstehen, was da passiert.
Wie kann aus einer Beschreibung Software entstehen?
Wie kann ein System etwas entwickeln, das in genau dieser Form vorher vermutlich noch nie existiert hat?
Und wie kann etwas, das letztlich auf Mathematik, Daten und gigantischen Mengen von Zahlen basiert, den Eindruck erwecken, es hätte verstanden, was ich gerade von ihm möchte?
Ich habe darauf inzwischen ein paar Antworten.
Und ungefähr dreimal so viele neue Fragen.
Aber wahrscheinlich ist genau das der Grund, warum mich das Thema so fasziniert.
Nicht weil KI alles weiß. Sondern weil ich wissen möchte, wie sie das macht.
17. September 2026
Published: 18 Sep., 2026 | Lesezeit ca:3 min.
Irgendwie ist diese Woche nicht so meine Woche.
Zusammen mit einer der besten Grafikdesignerinnen, die ich kenne, saß ich stundenlang an ausführlichen Angeboten. Nicht an einem. Nicht an zwei.
An drei.
Und mit ausführlich meine ich ausführlich.
Kundenwünsche verstehen und beschreiben. Anforderungen durchspielen. Überlegen, was alles passieren könnte. Eventualitäten berücksichtigen. Aufgaben verteilen. Stunden kalkulieren.
Hier vielleicht eine Stunde mehr, dafür dort etwas weniger. Noch einmal rechnen. Noch einmal überlegen: Ist das realistisch? Können wir das dafür wirklich vernünftig umsetzen?
Am Ende stand bei allen drei Angeboten eine Summe, bei der wir beide überzeugt waren:
Nicht zu hoch. Aber eben auch nicht „Billiger Jakob“.
Wir wollen gute Arbeit abliefern. Und gute Arbeit braucht Zeit. Erfahrung übrigens auch.
Dann kamen die Antworten.
Kein Geld.
Kein Budget.
Zu teuer.
Alle drei abgesagt.
Natürlich gehört das zum Geschäft. Nicht aus jedem Angebot wird ein Auftrag. Das weiß ich nach all den Jahren nun wirklich.
Aber wenn man drei Mal hintereinander viel Zeit investiert, Konzepte entwickelt, Anforderungen durchdenkt und sauber kalkuliert – und dreimal letztlich am Preis scheitert –, dann fragt man sich schon:
Wie günstig sollen wir eigentlich noch anbieten?
Oder anders gefragt:
Ist der Markt inzwischen wirklich so kaputt?
Denn irgendwo gibt es eine Grenze. Wir können Stunden reduzieren. Wir können Lösungen vereinfachen. Wir können versuchen, effizienter zu arbeiten – und genau das tun wir ständig.
Aber irgendwann kann man nicht mehr günstiger werden, ohne dass entweder die Qualität leidet oder man anfängt, seine eigene Arbeitszeit zu verschenken.
Und Letzteres ist auf Dauer auch kein Geschäftsmodell.
Vielleicht war es einfach eine schlechte Woche. Vielleicht waren es die falschen Projekte zur falschen Zeit. Vielleicht kommen nächste Woche drei andere Anfragen.
Wer weiß.
Erfahrungsgemäß kommt der nächste größere Auftrag sowieso genau dann, wenn man ihn am wenigsten gebrauchen kann.
Wahrscheinlich eine Woche vor meinem Urlaub.
Also gut.
Etwas frustriert bin ich schon.
Aber es geht weiter.
Immer weiter. :-)
16. September 2026
Published: 16 Sep., 2026 | Lesezeit ca:4 min.
Aber zwischen „Donnerwetter“ und „Die KI wird die Menschheit vernichten“ liegen für mich noch ein paar Fragen.
Welche Mechanismen einer KI können tatsächlich zu einer Gefahr für Leib und Leben werden?
Dass KI unsere Arbeitswelt verändern wird, daran habe ich kaum Zweifel. Und da wird es dann für mich sehr konkret.
Ich komme aus dem Webdesign und arbeite seit vielen Jahren mit Entwicklern zusammen. Heute entwickle ich selbst Erweiterungen für Joomla und WordPress – obwohl ich gar kein klassischer Programmierer bin. Ich habe eine Idee, bespreche sie mit meinen beiden inzwischen recht guten Freundinnen ChatGPT und Codex, teste, fluche, korrigiere – und irgendwann läuft das Ding.
Das ist faszinierend.
Aber es macht mich auch nachdenklich.
Denn wenn jemand weiß, was er will, ein technisches Grundverständnis besitzt und gelernt hat, mit KI vernünftig zu kommunizieren, kann er heute Dinge programmieren lassen, für die er früher einen Entwickler gebraucht hätte.
Was passiert also mit diesen Berufen?
Und da wird die Sache für mich auch moralisch und ethisch interessant. Ich entwickle inzwischen eine ganze Reihe eigener Werkzeuge mit KI-Unterstützung. Ich benutze sie selbst, aber ich vermarkte sie ganz bewusst nicht. Denn irgendwo sitzt vielleicht jemand, der genau mit der Entwicklung solcher Werkzeuge sein Geld verdient.
Ist meine Haltung konsequent? Keine Ahnung. Schließlich spare auch ich durch KI Arbeitszeit und Geld. Ganz so einfach kann man sich aus diesem Widerspruch also nicht herausmogeln.
Aber zurück zur eigentlichen Frage.
Wie darf ich mir das Szenario vorstellen, in dem uns die KI tatsächlich auf die Pelle rückt?
Schaltet ChatGPT irgendwann das Licht aus?
Übernimmt Codex heimlich meinen Server?
Beschließt eine KI eines Morgens, dass Homo sapiens eigentlich ein ziemlich ineffizientes Plugin ist und besser deinstalliert werden sollte?
Natürlich ist das überspitzt.
Aber genau deshalb interessiert mich die ernsthafte Antwort.
Geht die Gefahr tatsächlich von einer immer intelligenter werdenden KI selbst aus? Oder entsteht die eigentliche Gefahr erst dadurch, dass Menschen ihr immer mehr Entscheidungen, Infrastruktur, Waffen, Finanzsysteme oder andere wichtige Bereiche überlassen?
Dann wäre nämlich vielleicht gar nicht die KI das größte Problem.
Sondern wir.
Und dann gibt es noch eine andere Möglichkeit: Ist ein Teil dieser gigantischen KI-Diskussion schlicht Hype? Je größer die versprochenen Möglichkeiten und je größer gleichzeitig die beschworenen Gefahren, desto größer werden Aufmerksamkeit, Investitionen und Unternehmensbewertungen.
Eine gigantische Money-Printing-Machine?
Vielleicht.
Vielleicht auch nicht.
Ich weiß es tatsächlich nicht.
Ich weiß nur: KI fasziniert mich. Sie macht mir Spaß. Sie ermöglicht mir Dinge, die ich vor wenigen Jahren nicht hätte machen können. Gleichzeitig sehe ich Entwicklungen, die mir durchaus Sorgen machen – vor allem dort, wo es um Arbeitsplätze, Verantwortung und die immer größere Abhängigkeit von wenigen Technologiekonzernen geht.
Aber die Vernichtung der Menschheit?
Da fehlt mir bislang noch das entscheidende Kapitel der Gebrauchsanweisung.
Also, liebe KI-Experten, Entwickler, Philosophen, Optimisten und Weltuntergangspropheten:
Erklärt es mir. Wie genau soll die KI uns eigentlich vernichten?
Ich meine das ernst.
Denn vielleicht habe ich etwas Entscheidendes nicht verstanden.
Und genau deshalb frage ich.
14. September 2026
Published: 14 Sep., 2026 | Lesezeit ca:3 min.
Joomla behauptete, Version 5.1.4 zu sein. Einige Dateien waren aber offensichtlich aus Joomla 5.3 oder neuer. Und im Backup-Verlauf fand sich schließlich der entscheidende Hinweis: Diese Website war vor Monaten bereits auf Joomla 5.4.0 gewesen.
Willkommen im Versions-Mischmasch.
Wie genau dieser Zustand entstanden ist? Schwer zu sagen. Ein abgebrochenes Update, eine teilweise Wiederherstellung, alte Dateien, die irgendwann über neue kopiert wurden – irgendwo in der Vergangenheit ist etwas schiefgelaufen.
Also begann die Arbeit, die später niemand sieht.
Backups untersuchen. Versionsdateien vergleichen. Joomla-Manifeste kontrollieren. Einen funktionierenden Wiederherstellungspunkt finden. Installation zurücksetzen. Testen. Wieder aktualisieren.
Dann stellte sich noch eine Erweiterung quer. Der Versuch, sie zu deinstallieren, legte kurzerhand das komplette Joomla-Backend lahm.
Also wieder FTP. Plugin außer Gefecht setzen. Backend retten. Erweiterung kontrolliert deaktivieren. Reste beseitigen. Testen.
Und schließlich:
Joomla 5.4.8. Sauber. Stabil. Fehlerfrei.
Nach ungefähr zwei Stunden sah die Website wieder aus wie vorher.
Das ist das Problem.
Der Kunde sieht keinen neuen Header. Keine neue Animation. Keine schicke Funktion. Keine neue Seite. Er sieht exakt die Website, die er vorher auch gesehen hat. Nur dass sie jetzt wieder auf einem technisch sauberen Fundament steht.
Und genau diese zwei Stunden sind bei Freelancern erstaunlich oft die Stunden, die auf keiner Rechnung landen.
„Das kann ich dem Kunden doch nicht berechnen.“
„Er hat ja nichts dafür bestellt.“
„Das Update sollte doch eigentlich schnell gehen.“
Und irgendwo zwischen Verantwortungsgefühl, Professionalität und einer vielleicht etwas zu großen Portion Gutmensch verschwinden wieder zwei Stunden des Arbeitstages.
Dabei wurde nicht „nur ein Fehler behoben“.
Es brauchte Erfahrung, um überhaupt zu erkennen, dass verschiedene Joomla-Versionen miteinander vermischt waren.
Es brauchte Backups, die Monate zurückreichten.
Es brauchte die Entscheidung, nicht einfach irgendwelche Dateien zu überschreiben.
Und es brauchte zwei Stunden Arbeit, damit am Ende nichts verloren ging.
Vielleicht sollten wir Freelancer gelegentlich daran denken:
Wenn nach zwei Stunden Fehlersuche alles wieder genauso aussieht wie vorher, bedeutet das nicht, dass wir nichts geleistet haben.
Manchmal ist genau das die Leistung.
Und jetzt läuft die Website wieder.
Der Kunde merkt nichts.
Perfekt.
10. September 2026
Published: 10 Sep., 2026 | Lesezeit ca:3 min.
Eigentlich bin ich Webdesigner. Seit vielen Jahren. Gestaltung, Struktur, Inhalte, Joomla, Websites – da fühle ich mich zu Hause.
Programmieren? Eigentlich nicht mein Kerngebiet.
Aber wie das so ist: Man arbeitet an einer Website und denkt plötzlich:
Warum gibt es dafür eigentlich kein vernünftiges Tool?
Oder:
Das müsste doch viel einfacher gehen.
Und irgendwann kommt der gefährliche Gedanke:
Dann bauen wir es eben selbst.
Also bin ich fremdgegangen.
Mit tatkräftiger Unterstützung meiner inzwischen ziemlich guten Freundinnen ChatGPT und Codex habe ich angefangen, eigene Erweiterungen und kleine Werkzeuge zu entwickeln. Erst für Joomla, inzwischen sogar für WordPress.
Ja. WordPress.
Wer mich kennt, weiß, dass allein das schon eine kleine Sensation ist. ;-)
Inzwischen sind einige dieser Tools tatsächlich täglich bei mir im Einsatz:
-
Editorial Toolkit für Joomla & WordPress – damit Redakteure Inhalte pflegen können, ohne sich durch das komplette CMS kämpfen zu müssen.
-
Login-Komponente für Joomla – weil auch ein Login angenehm und verständlich sein darf.
-
OpenGraph Editor für Joomla – für eine bessere Kontrolle darüber, wie Inhalte beim Teilen aussehen.
-
Timeline für Joomla & WordPress – um Entwicklungen, Projekte oder Geschichten übersichtlich darzustellen.
-
Text & Bild für Joomla & WordPress – Text fließt um Bilder, ohne dass Redakteure dafür HTML-Künstler werden müssen.
-
Artikel-Migrator – kopiert Inhalte von einer Joomla-Website in eine andere.
-
Banner Manager – mit Start- und Enddatum, Klickzählung, eigenen Statistiken und Matomo-Integration.
-
Site Tools für Joomla – eine Sammlung kleiner Helfer und Plugins für Dinge, die ich bei meiner täglichen Arbeit immer wieder brauche.
Und natürlich:
More to come …
Das Interessante daran ist für mich gar nicht, plötzlich zum Softwareentwickler zu mutieren. Das werde ich vermutlich auch nicht.
Viel spannender ist etwas anderes:
Ich kann heute Werkzeuge bauen, die aus meiner täglichen Arbeit entstehen.
Nicht, weil irgendeine Marketingabteilung beschlossen hat, dass die Welt noch ein Plugin braucht. Sondern weil ich bei einem konkreten Projekt feststelle:
Hier fehlt mir etwas.
Dann entsteht eine Idee. Ich bespreche sie mit ChatGPT, entwickle daraus ein Konzept und Codex hilft mir, daraus funktionierenden Code zu machen. Danach wird getestet, geflucht, verbessert, wieder getestet – und irgendwann läuft es tatsächlich.
Für mich verändert KI damit gerade einen Teil meines Berufs.
Sie ersetzt nicht meine Erfahrung als Webdesigner. Im Gegenteil: Meine Erfahrung sagt mir, was ich brauche. KI hilft mir dabei, es zu bauen.
Meine kleinen Tools werden übrigens nicht vermarktet. Ich habe weder einen Plugin-Shop noch einen Supportvertrag noch den Ehrgeiz, der nächste große Softwarehersteller zu werden.
Ich benutze sie einfach selbst.
Aber falls jemand denkt:
„Verdammt, genau so etwas könnte ich auch gebrauchen …“
Einfach melden. :-)
Vielleicht gehe ich dann noch ein bisschen weiter fremd.
08. September 2026
Published: 7 Sep., 2026 | Lesezeit ca:3 min.
Kopfschmerzen. Vom Haze oder vom Rest der Welt?
Kopfschmerzen und brennende Augen.
Wovon eigentlich?
Ist es tatsächlich die malaysische Jahreszeit, die sich Haze nennt? Diese Wochen im August und September, in denen regelmäßig Rauch und schlechte Luft aus Indonesien herüberziehen und der Himmel plötzlich nicht mehr so aussieht, wie ein Himmel aussehen sollte?
Oder ist es das Warten auf Auftragsbestätigungen?
Dieses wunderbare Spiel der Selbstständigkeit: Angebote schreiben, Konzepte machen, Ideen entwickeln, abschicken – und dann warten. Und warten. Und noch ein bisschen warten.
Vielleicht sind es aber auch die Nachrichten.
Die Sorge um diesen wunderbaren blauen Planeten, der es uns Menschen eigentlich ziemlich schön eingerichtet hat – und mit dem wir trotzdem umgehen, als hätten wir irgendwo im Schrank noch einen zweiten.
Was in den USA passiert, daran hat man sich leider fast schon gewöhnt. Ein erschreckender Satz eigentlich.
Aber mein Blick geht in diesen Tagen vor allem nach Deutschland. Nach Sachsen-Anhalt. Und das macht mir Sorgen.
Auch wenn ich inzwischen seit mehr als zwölf Jahren in Malaysia lebe: Deutschland ist meine Heimat.
Das Land, in dem ich aufgewachsen bin. In dem ich gelernt, geliebt und gelitten habe. Ein Land, über das ich mich ärgere, das ich kritisiere und bei dem ich manchmal aus der Ferne nur noch den Kopf schütteln kann.
Und trotzdem: Es ist meine Heimat und wird es bleiben.
Vielleicht schaut man gerade deshalb aus der Entfernung manchmal besonders genau hin. Vielleicht wird einem erst mit ein paar tausend Kilometern Abstand bewusst, wie sehr man mit einem Land verbunden bleibt.
Und deshalb blicke ich in diesen Tagen mit Sorge nach Deutschland.
Also: Woher kommen nun die Kopfschmerzen?
Vom Haze?
Von den ausstehenden Auftragsbestätigungen?
Von Deutschland?
Vom Zustand unseres wunderbaren blauen Planeten?
Wahrscheinlich von allem ein bisschen.
Vielleicht sollte ich mich einfach ausruhen.
Aber Ausruhen ist so eine Sache, die ich irgendwie nie richtig gelernt habe.
Vielleicht mache ich nur noch kurz den Rechner auf.
Nur ganz kurz.
:-)
05. September 2026
Published: 5 Sep., 2026 | Lesezeit ca:1 min.
Wie komme ich mit der Deutschen Bahn von München nach Berlin, von Berlin nach Nürnberg, dann von Nürnberg nach Arnis und irgendwann auch wieder zurück?
Drei Wochen Deutschlandurlaub bedürfen offenbar einer ziemlich genauen Planung. Und eines vorsichtigen Blicks ins Budget. :-(
Auch Samstag:
Meine Rock Watermelon, aus einem Kern gezogen, blüht! 🌱🍉
Welch Freude. Manchmal sind es wirklich die kleinen Dinge.
Und was macht man sonst an einem Lazy Weekend?
Vielleicht einfach mal nichts.
Keine Website anfassen.
Keinen Codex beauftragen, irgendetwas zu programmieren.
Kein neues Toolkit bauen.
Keine großartige Idee haben, die „nur mal eben schnell“ ausprobiert werden muss.
Oder vielleicht doch ein bisschen.
Egal.
Samstag und Sonntag ist Wochenende. Punkt.
Und ach ja: Heute Abend spielt mein Club.
Der Club. Der FCN. ⚽️🔴⚫️
In diesem Sinne: allseits ein schönes Wochenende!
03. September 2026
Published: 3 Sep., 2026 | Lesezeit ca:3 min.
Da sich gerade ein neuer Job ankündigt – WordPress ist gesetzt – habe ich die Wartezeit sinnvoll genutzt. Finger crossed, dass der Auftrag auch wirklich kommt.
Denn wenn ich eines nicht besonders gut kann, dann ist es, einfach nur abzuwarten.
Also habe ich angefangen, gemeinsam mit Codex mein Editorial Toolkit für WordPress zu bauen. Eine Lösung, mit der Redakteurinnen und Redakteure Inhalte pflegen können, ohne sich durch das komplette WordPress-Backend kämpfen zu müssen.
Das Prinzip kenne ich aus meinen Joomla-Projekten: Nicht das CMS soll bestimmen, wie Menschen arbeiten müssen. Das CMS sollte sich möglichst an die Menschen anpassen, die damit arbeiten.
Und weil ich gerade dabei war, kam gleich das nächste Thema auf den Tisch: die WordPress-Mediathek.
Wer von Joomla kommt, schaut dort zunächst etwas irritiert hinein. Bilder, Vorschaubilder, verschiedene Größen – alles irgendwie vorhanden, aber eine für mich wirklich nachvollziehbare Struktur? Eher nicht.
Also baue ich im Moment auch daran.
Die Idee: eine Joomla-ähnliche Medienverwaltung für WordPress, bei der Bilder, Beitragsbilder, Galerien und Videos sinnvoll organisiert werden können. Nicht einfach ein großer Topf voller Dateien, sondern eine Struktur, in der man auch nach ein paar Jahren noch versteht, was eigentlich wohin gehört.
Und während ich daran arbeite, sitze ich hier in Malaysia und schaue gedankenverloren einem unserer Monsungewitter zu.
Es schüttet, donnert und blitzt, und dabei kommt mir ein für mich durchaus bemerkenswerter Gedanke:
WordPress kann ja gar nichts dafür.
Vielleicht war ein Teil meiner bisherigen Abneigung schlicht die Tatsache, dass WordPress von Haus aus anders funktioniert, als ich es aus meiner Joomla-Welt gewohnt bin.
Aber genau das ist ja eigentlich das Spannende an unserem Beruf.
Man muss nicht alles so hinnehmen, wie es geliefert wird.
Mit einer guten Idee, etwas Erfahrung und inzwischen natürlich auch mit KI-Unterstützung kann man Werkzeuge bauen, Prozesse verändern und ein System so anpassen, dass es zur eigenen Arbeitsweise und vor allem zu den Menschen passt, die später damit arbeiten sollen.
Und plötzlich entsteht aus WordPress etwas, bei dem selbst ein eingefleischter Joomla-Mensch denkt:
Ja. So kann man damit arbeiten.
Vielleicht werden WordPress und ich also doch noch Freunde.
Zumindest hat es in den vergangenen Tagen einiges von meiner Voreingenommenheit verloren.
Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine Kleinigkeit:
Der Job muss kommen.
Finger crossed.
01. September 2026
Published: 1 Sep., 2026 | Lesezeit ca:2 min.
Was mache ich also zur Ablenkung und ein bisschen zur Erholung?
Ich höre einen Podcast.
Immer wieder gerne „Frame the Fame“ von Mathias Roloff. Heute ging es um Frida Kahlo.
https://www.mathiasroloff.de/podcast
Natürlich kannte ich ihre Bilder. Natürlich kannte ich den Namen. Aber wie so oft ist das etwas völlig anderes, als sich einmal etwas länger mit dem Menschen hinter diesem Namen zu beschäftigen.
Was für eine spannende Frau. Ein Leben mit Krankheit, Schmerzen, einem schweren Unfall, einer ziemlich besonderen Beziehung zu Diego Rivera, politischen Überzeugungen und einer bemerkenswerten Konsequenz, das eigene Leben und die eigene Person zum Gegenstand ihrer Kunst zu machen.
Und plötzlich schaut man auch ihre Bilder anders an.
Vielleicht ist genau das für mich die beste Ablenkung nach 21 Seiten Angebot: nicht noch eine Website anschauen, nicht über Joomla oder WordPress nachdenken, nicht noch schnell E-Mails beantworten.
Sondern eine Stunde lang in ein völlig anderes Leben eintauchen.
Heute eben: Frida Kahlo.
Hat gutgetan.
29. August 2026
Published: 29 Aug., 2026 | Lesezeit ca:4 min.
Diese Fragen höre ich immer wieder. Und natürlich sind sie berechtigt.
Eine Website, die niemand findet, erfüllt ihren Zweck nur bedingt. Eine technisch und inhaltlich saubere Suchmaschinenoptimierung gehört deshalb für mich heute zu jeder professionellen Website. Gute Seitentitel, verständliche Inhalte, eine klare Struktur, schnelle Ladezeiten und eine technisch einwandfreie Umsetzung sind keine Kür.
Aber manchmal habe ich den Eindruck, dass wir dabei etwas verwechseln:
Auffindbarkeit ist wichtig. Reichweite kann wichtig sein. Aber möglichst viele Klicks sind nicht automatisch ein Erfolg.
Was bedeutet eigentlich „erfolgreich“?
Viele Websites, mit denen ich zu tun habe, sind keine Onlineshops. Meine Kunden verkaufen keine Turnschuhe, Smartphones oder Versicherungsverträge, bei denen sich aus 100.000 Besuchern vielleicht eine bestimmte Zahl von Käufern errechnen lässt.
Es sind Verbände, Beratungsunternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen, Schulen, Organisationen oder hoch spezialisierte Dienstleister.
Für sie ist die entscheidende Frage oft nicht:
Wie viele Menschen waren auf unserer Website?
Sondern:
Haben die richtigen Menschen gefunden, was sie gesucht haben?
Eine Website mit 2.000 Besuchern im Monat kann für eine Organisation wesentlich erfolgreicher sein als eine mit 20.000 – wenn unter diesen 2.000 genau die Menschen sind, die sie erreichen möchte.
SEO ja – aber für wen?
Suchmaschinenoptimierung beginnt für mich deshalb nicht mit einer Liste von Keywords.
Sie beginnt mit einer viel einfacheren Frage:
Wer soll uns finden – und warum?
Wenn jemand nach einer bestimmten Beratungsleistung, einem Forschungsprojekt, einer Fachinformation oder einer Organisation sucht, sollte die entsprechende Website natürlich auffindbar sein.
Und wenn Google nicht versteht, worum es auf einer Seite geht, sollte man etwas dagegen tun.
Aber muss eine kleine spezialisierte Beratung unbedingt bei einem allgemeinen Suchbegriff auf Platz 1 stehen?
Vielleicht nicht.
Vielleicht ist es viel wichtiger, bei fünf sehr konkreten Suchanfragen von genau den richtigen Menschen gefunden zu werden.
Und dann kommt LinkedIn
Ähnlich sehe ich LinkedIn.
LinkedIn ist für viele meiner Kunden interessant. Aber nicht unbedingt deshalb, weil von dort möglichst viele Menschen auf die Website klicken sollen.
Eine Website und LinkedIn erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Die Website ist der Ort, an dem ich mich ausführlich präsentieren kann. Dort gehören meine Leistungen, Projekte, Positionen, Ansprechpartner und Fachinformationen hin. Sie ist meine eigene Plattform.
LinkedIn funktioniert anders.
Dort kann ich Menschen erreichen, bevor sie überhaupt nach mir suchen.
Ich kann auf ein Thema aufmerksam machen, eine Position vertreten, eine Diskussion anstoßen oder zeigen, womit ich mich gerade beschäftige. Und ich kann mit Menschen ins Gespräch kommen.
Genau das kann eine Suchmaschine nur sehr eingeschränkt.
Vielleicht ist „Relevanz“ das bessere Ziel
Natürlich schaue auch ich auf Besucherzahlen. Ich schaue, welche Seiten aufgerufen werden, woher Besucher kommen und welche Inhalte funktionieren.
Aber die nackte Zahl interessiert mich zunehmend weniger.
1.000 zusätzliche Klicks bringen wenig, wenn niemand davon etwas mit meinem Angebot anfangen kann.
Zehn Besucher, von denen zwei Kontakt aufnehmen, können dagegen ausgesprochen wertvoll sein.
Deshalb würde ich Erfolg einer Website nicht allein an Reichweite messen.
Mich interessieren mindestens genauso sehr andere Fragen:
Wer kommt auf die Website?
Was sucht diese Person dort?
Findet sie es schnell?
Versteht sie, was die Organisation anbietet oder wofür sie steht?
Entsteht daraus ein Kontakt, ein Gespräch oder zumindest Vertrauen?
SEO ist ein Werkzeug, kein Geschäftsmodell
Vielleicht liegt genau hier das Missverständnis.
SEO ist wichtig. Eine technisch gute Website ist wichtig. Gute Inhalte sind wichtig. LinkedIn kann wichtig sein. Und selbstverständlich sollte man messen, was davon funktioniert.
Aber all diese Dinge sind Werkzeuge.
Das eigentliche Ziel sollte nicht lauten:
Wir brauchen mehr Klicks.
Sondern:
Wir wollen von den richtigen Menschen wahrgenommen, gefunden und verstanden werden.
Und manchmal sind dafür 500 richtige Besucher wertvoller als 50.000 zufällige.
27. August 2026
Published: 26 Aug., 2026 | Lesezeit ca:1 min.
„Es ist schwer, ehrenamtlich die Welt zu retten, wenn andere sie hauptberuflich zerstören.“
23. August 2026
Published: | Lesezeit ca:4 min.
Da sitzt man, rechnet, kalkuliert und überlegt, wie viel Zeit ein Projekt wohl benötigen wird.
Man beschreibt den Leistungsumfang, macht ein Angebot, verhandelt vielleicht noch ein wenig über den Preis – und freut sich schließlich:
Auftrag bekommen.
Also legt man los.
Man entwickelt Ideen, macht Entwürfe, diskutiert, verwirft wieder etwas, entwickelt ein Design, baut eine Website oder gestaltet ein Logo.
Und dann beginnt etwas, das wahrscheinlich sehr viele Freelancer aus der Kreativwirtschaft kennen:
„Könnten wir vielleicht noch …?“ Ja, natürlich.
„Und wäre es möglich, zusätzlich …?“ Ja, bekommen wir hin.
„Uns ist da noch etwas eingefallen …“ Auch das machen wir noch.
Aus dem ursprünglich vereinbarten Leistungsumfang wird langsam etwas ganz anderes.
Natürlich könnte man bei jeder zusätzlichen Kleinigkeit sofort den Taschenrechner herausholen und sagen: Stopp, das kostet extra.
In der Realität funktioniert die Zusammenarbeit aber häufig anders.
Man steckt mitten im Projekt. Man möchte ein gutes Ergebnis abliefern. Man möchte den Kunden zufriedenstellen. Und man möchte natürlich auch die Arbeit, die man bereits geleistet hat, am Ende bezahlt bekommen.
Also macht man weiter.
Und manchmal kommt dann der wirklich unangenehme Teil.
Die Arbeit ist erledigt.
Die Website steht. Das Design ist entwickelt. Das Logo ist fertig.
Und plötzlich beginnt die Diskussion darüber, ob das alles wirklich bezahlt werden muss.
Dann wird ausgerechnet über Leistungen gestritten, die längst erbracht wurden.
Besonders kurios wird es, wenn ein Kunde beispielsweise ein entwickeltes Logo selbstverständlich weiterverwenden möchte – gleichzeitig aber darüber diskutiert, ob er die Rechnung für diese Arbeit überhaupt vollständig bezahlen möchte.
Da denke ich manchmal:
Zum Mäusemelken.
Zum Glück sind die allermeisten meiner Kunden anders. Viele begleiten mich seit Jahren, manche sogar sehr lange. Man kennt sich, vertraut sich und weiß, dass auf beiden Seiten Arbeit geleistet wird, die ihren Wert hat.
Vielleicht ärgern mich gerade deshalb die wenigen anderen Fälle besonders.
- Freelancer verkaufen keine Produkte, die irgendwo fertig im Regal liegen.
- Wir verkaufen einen Teil unserer Lebenszeit.
- Eine Stunde, die ich für einen Kunden arbeite, kann ich kein zweites Mal verkaufen.
- Natürlich dürfen Kunden Anforderungen stellen. Natürlich darf man über ein Ergebnis diskutieren. Und selbstverständlich kann auch ein Freelancer einmal etwas falsch machen.
Aber zusätzliche Arbeit bleibt Arbeit.
- Eine entwickelte Idee hat einen Wert.
- Ein Entwurf hat einen Wert.
- Ein Logo hat einen Wert.
- Eine Website hat einen Wert.
- Und auch die vielen kleinen Dinge, die während eines Projektes „noch schnell“ dazukommen, haben einen Wert.
Deshalb eine kleine Bitte:
Behandelt die Kreativwirtschaft und ihre Freelancer anständig.
Sprecht miteinander. Seid fair. Und wenn sich ein Projekt während der Arbeit verändert, dann redet auch darüber, was diese Veränderung für den Aufwand und die Kosten bedeutet.
Denn am Ende möchten wir eigentlich alle dasselbe:
Gute Arbeit abliefern.
Dafür fair bezahlt werden.
Und uns beim nächsten Anruf des Kunden auch wirklich freuen.
23. August 2026
Published: 10 Aug., 2026 | Lesezeit ca:1 min.
Ich möchte bestimmen, wo meine Medien liegen, welche Bildgrößen ich benötige und wie meine Inhalte strukturiert werden. WordPress möchte mir diese Arbeit abnehmen. Das ist sicherlich für viele Benutzer angenehm.
Für mich als Webdesigner ist es das Gegenteil.
23. August 2026
Published: 23 Aug., 2026 | Lesezeit ca:4 min.
In den letzten Tagen habe ich wieder intensiver mit WordPress gearbeitet. Und jedes Mal merke ich, warum ich für meine eigenen Projekte und die meisten Kunden inzwischen sehr eindeutig Joomla in Kombination mit YOOtheme Pro und meinem Editorial Toolkit bevorzuge.
Dabei will ich gar nicht behaupten, WordPress sei schlecht. Ist es nicht.
Aber wir beide werden einfach keine Freunde mehr.
Ein schönes Beispiel ist der Medienmanager.
Ich lade ein Bild hoch – und WordPress meint es gut mit mir. Sehr gut sogar. Es erstellt automatisch verschiedene Größen und Formate. Thumbnail. Medium. Large. Noch irgendeine Größe, die ein Plugin oder Theme gerne hätte.
Und plötzlich liegen neben meinem Original diverse weitere Dateien auf dem Server, die ich teilweise überhaupt nicht brauche.
Ich wollte doch nur ein Bild hochladen.
Natürlich kann man das alles konfigurieren und beeinflussen. Aber genau da beginnt mein Problem: Ich möchte nicht ständig etwas abschalten oder umbauen müssen, nur damit ein System so arbeitet, wie ich es gerne hätte.
Ähnlich geht es mir mit Beiträgen.
Ich möchte Inhalte strukturieren, sortieren und sehr gezielt bestimmen können, wo etwas erscheint. Bei Joomla ist das für mich logisch und nachvollziehbar. Ich will eine Liste der Beiträge sortiert nach AZ. Und die Sortierung soll so bleiben, bis ich es anders will. Bei WordPress ertappe ich mich dagegen immer wieder bei der Frage:
Warum ist etwas eigentlich so kompliziert, das doch ganz einfach sein könnte?
Und dann kommt YOOtheme Pro dazu.
Ich kann meine Layouts bauen, dynamische Inhalte anbinden und ziemlich exakt festlegen, wie etwas ausgegeben werden soll. Joomla kümmert sich um die Inhalte, YOOtheme um die Darstellung.
Diese Trennung gefällt mir.
Noch wichtiger wird es für mich bei den Menschen, die eine Website später pflegen sollen.
Denn meine Kunden wollen keine Website administrieren.
Sie wollen vielleicht eine News einstellen, ein Teammitglied ändern, ein neues Projekt anlegen oder ein Bild austauschen.
Dafür müssen sie meiner Meinung nach nicht wissen, was ein Modul, ein Template, eine Komponente oder ein Custom Field ist.
Genau deshalb habe ich mein Editorial Toolkit entwickelt.
Der Redakteur bekommt ein übersichtliches Menü und genau die Eingabefelder, die er für seine Aufgabe braucht.
Mehr nicht.
Das Joomla-Backend kann dabei weitgehend geschlossen bleiben.
Der Benutzer bearbeitet den Inhalt – nicht die Website.
Das ist inzwischen einer meiner wichtigsten Grundsätze beim Webdesign. Kann man das alles auch mit WordPress machen?
Natürlich.
Mit den richtigen (kostenpflichtigen)Plugins, Einstellungen und Anpassungen bekommt man wahrscheinlich fast alles hin.
Aber warum sollte ich?
Mit Joomla + YOOtheme Pro + Editorial Toolkit habe ich inzwischen einen Workflow, bei dem ich genau weiß, was wo passiert und wie ich meinen Kunden eine Website übergeben kann, ohne anschließend nervös zu werden.
Und nachdem ich in den vergangenen Tagen wieder einiges zwischen WordPress und Joomla hin- und hergeschoben habe, kann ich zumindest eines mit ziemlicher Sicherheit sagen:
Ich bleibe bei Joomla.
Jetzt brauche ich aber erst einmal einen Kaffee.
16. August 2026
Published: 1 Aug., 2026 | Lesezeit ca:3 min.
- Laufen die Websites?
- Sind die Backups aktuell?
- Gibt es Updates für Joomla oder die eingesetzten Erweiterungen?
- Funktioniert alles noch?
- Wie sieht es mit der Geschwindigkeit aus?
Bisher bedeutete das entweder: regelmäßig jede Website einzeln prüfen – oder eine der kommerziellen Lösungen einsetzen, die einem einen Teil dieser Arbeit abnehmen.
Und trotzdem passiert es:
Eine Website gerät aus dem Blick.
Und natürlich kommt dann zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt die Mail:
„Unsere Website ist offline.“
Das wollte ich nicht mehr.
Ich wollte etwas ganz Einfaches: Eine Übersicht, auf der ich mit einem Blick sehe, wie es meinen Websites geht.
Also habe ich zunächst einmal definiert, was ich eigentlich wissen möchte.
Welche Website läuft auf welcher Joomla-Version? Sind die Backups aktuell? Welche Erweiterungen sind installiert? Gibt es Auffälligkeiten? Ist eine Seite erreichbar?
Und dann habe ich mit meiner KI angefangen zu bauen.
Das Ergebnis wurde sehr schnell sehr viel besser, als ich ursprünglich erwartet hatte.
Plötzlich hatte ich meine Websites auf einem Dashboard und konnte tatsächlich auf einen Blick sehen, wo alles in Ordnung ist – und wo ich vielleicht einmal nachsehen sollte.
Damit hätte die Geschichte eigentlich zu Ende sein können.
Aber wie so oft:
Der Appetit kommt beim Essen.
Wenn wir ohnehin schon regelmäßig die Websites prüfen – warum dann nicht noch ein bisschen mehr? Also kamen weitere Ideen dazu.
- SEO-Checks.
- Performance- und Speedtests.
- Scores.
- Technische Prüfungen.
- Informationen über die eingesetzte Software.
- Backupkontrolle.
Und alles möglichst in einer einzigen Übersicht.
So entstand nach und nach mein eigenes kleines Kontrollzentrum für die Websites, die ich betreue. Nicht, weil ich unbedingt noch eine Software entwickeln wollte.
Sondern weil ich ein ganz konkretes Problem hatte und keine Lust mehr, 30 Websites einzeln abzuklappern.
Das ist für mich momentan ohnehin eine der spannendsten Erfahrungen mit KI:
Ich muss nicht mehr unbedingt nach der Software suchen, die möglichst genau zu meinem Arbeitsablauf passt.
Manchmal kann ich mir inzwischen einfach die Software bauen, die zu meinem Arbeitsablauf passt.
Und wie immer beginnt es mit einem Satz:
„Eigentlich müsste man doch …“
16. August 2026
Published: 1 Juli, 2026 | Lesezeit ca:2 min.
Die Vorgaben von Textern und Designern waren wunderschön – aber technisch im ersten Moment an einigen Stellen durchaus eine Herausforderung. Manche Dinge sahen auf dem Entwurf ganz selbstverständlich aus. Bei der Frage, wie ich das nun genauso im Web umsetze, musste ich dann doch ein wenig länger hinschauen.
Auch hier war meine KI wieder ein ausgesprochen hilfreicher Begleiter.
Ein bisschen ausprobieren, Lösungen diskutieren, verwerfen, neu denken – und erstaunlich schnell stand das Layout. Genau diese Momente finde ich inzwischen besonders spannend: Dinge, bei denen ich früher vielleicht gesagt hätte „Das geht so im Web nicht“, werden plötzlich zu „Moment, wir probieren da mal etwas.“
Und dann kam noch dieser Satz:
„Nein, nein, wir ändern keine Texte.“
Den kenne ich. 😉
Natürlich änderten sich Texte.
Und natürlich stellte sich ziemlich schnell heraus, dass es praktisch wäre, bestimmte Inhalte später selbst ändern zu können, ohne dafür jedes Mal an die eigentliche Website zu müssen.
Also auch hier:
Editorial Toolkit.
Die Redakteure bekommen genau die Bereiche, die sie benötigen, in einer einfachen und übersichtlichen Form. Der technische Unterbau bleibt dort, wo er hingehört.
Am Ende ist ein Relaunch entstanden, den ich wirklich wunderschön finde.
Und aus meinem anfänglichen „Uiuiu“ wurde ziemlich schnell:
Ja. Geht doch.
16. August 2026
Published: 16 Aug., 2026 | Lesezeit ca:2 min.
Mit Copy & Paste?
Da fällt mir nur Ringo Starr ein:
„I've got blisters on my fingers!“
21 Artikel. Texte, Bilder, Custom Fields und was sonst noch alles dazugehört. Jeden Artikel öffnen, kopieren, auf der neuen Website anlegen, Bilder übertragen, Felder wieder zuordnen …
Nein. Dazu hatte ich nun wirklich keine Lust.
Also mal ganz bescheiden meine KI gefragt:
„Können wir dafür nicht ein Tool bauen?“
Offensichtlich konnten wir.
Und so entstand nebenbei ein kleines Joomla-Werkzeug: Auf der alten Website die gewünschten Artikel auswählen, exportieren – und das Tool baut daraus ein ZIP-Paket mit den Artikeln, den zugehörigen Daten und auf Wunsch auch den Medien.
Auf der neuen Website das ZIP wieder importieren.
Zack. Alles da.
Beim ersten Versuch waren es noch ein paar Artikel zum Testen. Dann stellte sich heraus, dass größere Pakete mit vielen Bildern und Videos etwas üppig werden können. Also bekam das Tool noch eine automatische Aufteilung in kleinere Pakete – und einen Schalter „Ohne Medien“, falls ich die Bilder ohnehin per FTP übertrage.
Danach ging es ratzfatz.
Was mir daran besonders gefällt: Ich hatte vorher nicht vor, ein Import-/Export-Werkzeug für Joomla zu entwickeln.
Ich wollte einfach nur keine 21 Artikel per Copy & Paste übertragen.
Manchmal entstehen die nützlichsten kleinen Werkzeuge genau so.
Und meine Finger?
Blasenfrei.
16. August 2026
Published: 16 Aug., 2026 | Lesezeit ca:2 min.
Also musste auch die Website weiter.
Relaunch.
Nun ja. Malaysia.
„Das Design machen wir selbst“, hieß es vor ungefähr sechs Wochen.
Was dann kam … sagen wir es freundlich: Da fiel mir spontan nur der alte Spruch ein:
„Kann man schon so machen. Sieht aber schei… aus.“
Also folgten einige Sitzungen. Natürlich alle unbezahlt – aber das ist vielleicht eine andere Geschichte.
Nach und nach konnte ich mich dann doch etwas stärker mit meinen Vorstellungen einbringen. Nicht nur beim Design, sondern auch bei der Benutzerführung, der „Kann man schon so machen. Sieht aber schei… aus.“
Denn eine Website muss für mich nicht nur hübsch aussehen. Sie muss verständlich sein, funktionieren und am Ende auch gefunden werden.
Und irgendwann wurde aus „Wir machen das Design selbst“ dann doch eine Website, mit der ich mich wieder anfreunden konnte.
Jetzt ist sie fertig.
Technisch habe ich diesmal auch mein Editorial Toolkit eingebaut. Damit können die Redakteure genau die Inhalte bearbeiten, für die sie verantwortlich sind: Teammitglieder, News und andere dynamische Bereiche der Website.
Schön über vorbereitete Formulare. Bild auswählen, Text eingeben, speichern – fertig.
Und das Joomla-Backend?
Da lasse ich sie nicht rein!
Nicht, weil ich meinen Kunden nicht vertraue.
Aber ich kenne Menschen.
Und ich kenne Joomla. 😉
16. August 2026
Published: 16 Aug., 2026 | Lesezeit ca:2 min.
Nun musste – oder besser: wollte – ich.
Für ein aktuelles Projekt entsteht eine Plattform, auf der Nutzfahrzeuge angeboten werden können. Als Basis habe ich mich für DJ-Classifieds für Joomla entschieden.
Und ich muss sagen: Die Erweiterung hat mich positiv überrascht.
Sie bringt schon sehr viel von dem mit, was man für solch ein Projekt benötigt. Benutzer können ihre Fahrzeuge selbst einstellen, Bilder hochladen, Anzeigen später bearbeiten, es gibt Laufzeiten, Zahlungsfunktionen und vieles mehr.
Natürlich kam ziemlich schnell der Punkt, an dem ich dachte: Das hätte ich aber gerne anders.
Das Eingabeformular war mir zu technisch. Die Darstellung der Anzeigen gefiel mir nicht überall. Ich wollte einen vernünftigen Entwurfsmodus, verständliche Statusanzeigen und einen möglichst einfachen Ablauf für die Benutzer.
Früher wäre genau hier vermutlich der Moment gekommen, an dem ich entweder einen PHP-Programmierer gesucht oder mich mit einem Kompromiss abgefunden hätte.
Diesmal hatte ich meine KI dabei.
Gemeinsam haben wir Overrides gebaut, PHP und JavaScript angepasst, Datenbankfelder ergänzt und die Benutzerführung Stück für Stück so verändert, wie ich sie mir vorgestellt hatte.
Ich selbst bin dadurch übrigens nicht plötzlich zum PHP-Programmierer geworden. Aber ich verstehe inzwischen deutlich besser, was wo passiert und warum. Und das macht erstaunlich viel Spaß.
Das Projekt ist noch nicht fertig. Ein paar Dinge fehlen noch, und insbesondere beim endgültigen Zahlungsablauf gibt es noch Arbeit.
Aber es ist auf einem sehr guten Weg.
Ich denke, nächste Woche wird's.
Und wieder einmal habe ich dabei etwas gelernt: Manchmal ist das vermeintliche Neuland gar nicht mehr so weit weg, wenn man das richtige Werkzeug dabeihat.
16. August 2026
Published: 9 Aug., 2026 | Lesezeit ca:1 min.
Nichts Dringendes mehr zu tun. In den vergangenen Wochen habe ich Websites fertiggestellt, Datenbanken umgebaut, Fehler gesucht, Lösungen entwickelt und dabei wieder einmal Dinge gelernt, von denen ich vor ein paar Monaten noch nicht wusste, dass ich sie jemals brauchen würde. Zwischendurch habe ich mich über die Weltpolitik geärgert, mit Sorge auf die Brände in Europa geschaut und überlegt, wie ich im Oktober nach Deutschland fliege. Emirates über Dubai? Oder doch direkt?
Und irgendwann kam die Frage auf: Warum schreibe ich das eigentlich nicht auf?